THE ORIGINAL PAINTINGS - FLUFFY ISLAND CREATED BY ANNETT SOBOTTA IN THE MILLENNIUM-YEAR 2000 - OUT OF MY LOVING HEART AND VISION.

 

 

Es gibt hinter den Horizonten der vertrauten Welt eine märchenhafte Insel, deren samtige Weiden von ganz sagenhaften Tieren bewohnt wird. Dort pusten Auerochsen Löwenzahnsamen durch die Lüfte und schön gewachsene Hirsche durchziehen stolz die Wälder, in deren Bäumen ein Duft von Honig schwebt. Jenes Fluffy Island ist einer der letzten hellen und heiteren Flecken auf unserer Erde.

 

Die genaue Anzahl der Tiere auf Fluffy Island ist unbekannt und wahrscheinlich wird man sie auch nie ganz zählen können, da ihre Existenz von ganz flüchtiger Natur ist. Die meisten Menschen halten diese Insel für eine längst versunkene Welt, die nur noch in der Fantasie von Kindern zu existieren scheint. Jedoch: etwas verschämt träumen auch Erwachsene manchmal von diesem Ort, auf dem es noch nie Krieg gab und alles Böse verschwunden ist. Überhaupt ist Fluffy Island so ganz anders als unsere reale Welt. Eher leise und schweigsam und das liegt natürlich auch daran, dass ihre Bewohner sich nicht in Wörtern und Sätzen ausdrücken brauchen. Eine Insel der Stille also, und doch nicht, weil ihre Präsenz und ihre exotischen Geräusche mehr als die Sprache ausdrückt. Auf ihr grasen Herden von Wisenten und Löwen streichen wie zahme Katzen um die Beine der Giraffen, die wie gigantische Blüten durch das Grasland streifen. In den klaren Flüssen der Insel kugeln mächtige Nilpferde wie runde Steine dem Meer entgegen, die Zebras rutschen auf eisigen Gletschern in die smaragd leuchtenden Ebenen dieses wundersamen Ortes. 

 

 

Niemand kann Fluffy Island auf die übliche Art erreichen. Kein Flugzeug oder Schiff bringt neugierige Besucher dorthin, sie brauchen, Flügel, Herz und Geist, um sie zu finden. Man muss sich dieses Kythera einfach in seiner Fantasie erträumen können.

 

 

Meine Tätigkeit als professionelle Künstlerin begann 2002 und was mich ist im Grunde genommen immer interessiert ist, dass ich die Zusammenhänge und das Zusammenspiel allen Lebens, der Tiere, der Pflanzen, der Menschen verstehen möchte. Tiefe der Gefühle, Verstand und stilles Hineinhören in meine Empfindungen sind die ständigen Begleiter im Entstehungsprozess meiner Arbeiten. Gerade die Herstellung von Ölbildern erfordert oft einen langen Zeitraum und bedingt einen hohen Grad an Konzentration.  

 

Schicht um Schicht überlagern die Farben und im rhythmischen Wechsel von Natur und Atelier entsteht eine Arbeitsweise, die letztendlich nur schwer zu beschreiben ist. Dabei ist es von der Skizze bis zum fertigen Ölbild ein langer Weg. Es braucht viel Geduld und Inspirationskraft, damit sich am Ende meiner Vorstellungen diese in wahre Bilder verwandeln konnten.

 

Wenn mich dann die Tiere so anschauen, die in meinem Leben aufgetaucht sind, dann verschmilzt die Grenze zwischen Kunst und Realität. Man könnte sagen: Ich lebe eine gewisse Zeit mit ihnen und es fällt schwer, mich immer wieder von ihnen trennen zu müssen. Natürlich hoffe ich sehr, dass sie von ihren neuen Besitzern auch geliebt werden. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte!

 

Die Natur ist mir dabei immer am nächsten, denn sie verkörpert für mich die Wahrheit allen Lebens und dort wo sie ausgebeutet und versucht wird, sie zu beherrschen, verkümmert oder stirbt sie. Gerade deshalb suche ich in meiner künstlerischen Arbeit nach Idealen, die dem Ausdruck geben, was ich empfinde im Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur, meinem grossen Thema, dem Kreislauf allen Lebens, erfahren und gesehen durch meine Reisen, und in ihnen, entlegenen Orten dieser Welt. 

 

Bin ich in der Natur, so finde ich meine Identität gefestigt, dort wo alles miteinander kommuniziert, musiziert, spielt, liebt, singt, frisst, rauscht, berauscht, gebärt, dort erreiche ich mein Ideal-ich - my being full of awe.